Alte Kunst in neuen Medien

Alte Kunst in neuen Medien

Written by on Donnerstag, 1. September 2016

Wie einige von euch wissen, haben wir schon einige Emptymeets zusammen mit den Staatlichen Museen zu Berlin organisiert. Wir waren unter anderem im Bodemuseum und im Kunstgewerbemuseum.

In diesem Jahr steht die Ausstellung „El Siglo de Oro“ besonders im Fokus. Erstmals wird die meisterhafte Malerei des „Goldenen Zeitalters“ Spaniens in Berlin gezeigt. Einer Epoche, welche einerseits geprägt von Krisen, auf der anderen Seite ein hohes Maß von künstlerischem Schaffen zeitgenössischer Maler erfährt. Darunter befinden sich bekannte Werke von Velázquez, El Greco und Hamen y León.

Portraits, Straßenleben und Stilleben sind zu sehen, Themen also, die gerade heute auch in der Smartphonefotografie auf unterschiedlichste Weise immer wieder aufgegriffen werden.

Für uns ist es daher eine besondere Ehre mit den Staatlichen Museen zu Berlin zusammen die Konferenz „Alte Kunst in neuen Medien“ realisieren zu können. Wir haben diese großartigen Werke zum Anlass genommen, um zu fragen: Haben die Alten Meister etwas mit den digitalen Medien von heute zu tun?

Wir glauben, dass es viele Parallelen zwischen den Arbeitsweisen und den Kunstwerken von damals und der heutigen visuellen Kommunikation in sozialen Netzwerken gibt. Aber auch Unterschiede. In verschiedenen kurzen Führungen zusammen mit den Kuratoren der Ausstellung und Social Media Experten sowie der Community wollen wir dieser Frage nachgehen.

Am 24. September 2016 um 18:00 bis 22:00 findet die exklusive Veranstaltung „Alte Kunst in neuen Medien“ statt. Das Ausstellung wird für die Teilnehmer der Veranstaltung gesondert geöffnet und folgende Themen werden angesprochen:

Alte Kunst in neuen Medien

Kuratieren online und offline mit Severin Matusek | VP Community EyeEm und Dagmar Korbacher, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kupferstichkabinett

Kuratoren wählen Objekte für die Ausstellung aus, Instagramer wählen Bilder für ihren Feed aus – welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich finden und wo können beide voneinander lernen?

Community Building und Networking mit Anika Meier | Bloggerin, Journalistin und Gründerin von @thisaintartschool und Catalina Heroven, wissenschaftliche Museumsassistentin in der Gemäldegalerie

Die Community ist das Wichtigste in sozialen Netzwerken. Doch auch die Künstler vor 400 Jahren hatten ihre Communities, mit denen sie zusammenarbeiteten, sich inspirieren ließen und denen sie sich stellen mussten …

Hintergrundinformationen mit Maria López-Fanjul, Kuratorin der Ausstellung, Gemäldegalerie

Vor welcher Landschaft ließen sich Adlige porträtieren? Was verrät uns der Hintergrund eines Bildes über Status, Einstellung und Charakter der Dargestellten? Welche Botschaften versteckten die Maler in den Bildern? Eine Spurensuche.

Storytelling mit Tarik Tesfu | Blogger und Youtuber und Sabine Hoffmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gemäldegalerie

Die Maler des 17. Jahrhunderts hatten nur eine Leinwand, um ihre Geschichte zu erzählen. Dafür hatten sie etwas, das uns heute fehlt: Zeit. Können wir mit unseren schnelllebigen Medien wie Snapchat und Co. etwas von den Alten Meistern lernen?

Der Schein trügt – Manipulation von Kunst mit Moritz Möller | Founder von mobilephotography.de und Dagmar Korbacher, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kupferstichkabinett

Ein Bild ist nicht gleich ein Bild: In Zeiten von Photoshop ist alles möglich und Manipulationen kommen selbst beim World Press Photo vor. Die Maler und Bildhauer im 17. Jahrhundert haben ihre Bilder ebenfalls manipuliert, verändert und den Umständen angepasst. Wer genau hinsieht, kann einiges entdecken.

Tradition vs. Avantgarde – Inszenierung von Personen mit Sylvie Gagelmann | Modefotografin und Catalina Heroven, wissenschaftliche Museumsassistentin in der Gemäldegalerie

Die Maler des Siglo de Oro waren in der Darstellung von Personen sehr innovativ – sie malten Heilige aus der Bibel in zeitgenössischen Kleidern und sprachen so ihr Publikum an. Wie werden Personen heute innovativ inszeniert und welche Parallelen und Unterschiede zur Vergangenheit lassen sich aufdecken?

Sponsored Gemälde mit Uwa Scholz | Social Media Influencerin und Maria López-Fanjul, Kuratorin der Ausstellung, Gemäldegalerie

Insta-Takeover, gesponserte Posts, virale Werbung – all das gab es in ähnlicher Form schon vor 400 Jahren. Denn ähnlich wie heutige Künstler und Social-Media-Influencer mussten auch die Maler des Barock sehen, woher das Geld für ihre Miete kommt …

Visuelle Erfolgskonzepte für Bilder mit Michael Zwahlen | Autor und Stockfotograf und Sabine Hoffmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gemäldegalerie

Viele erfolgreiche Instagramer bleiben bei visuellen Konzepten, die sich einmal bewährt haben – Bildkomposition, Thema, Ästhetik in vielen Feeds zeigen eine eindeutige Handschrift. Auch die Künstler des Barock waren stets auf der Suche nach dem erfolgversprechendsten Motiv und der eingängigsten Bildkomposition.

Nach einer kurzen Begrüßung gibt es die Möglichkeit, an zwei ca. 30-minütigen Talks teilzunehmen. Ein Partner des Events ist außerdem das Impossible Project, bei denen wir den Abend mit Getränken und Musik ausklingen lassen, und die auch eine Pop-Up Ausstellung für eine Woche in ihren Räumen zeigen werden.

Wenn ihr dabei sein möchtet, dann schickt bitte bis zum 14. September eine Mail an veranstaltungen@smb.spk-berlin.de und schreibt in zwei bis drei Sätzen, warum wir unbedingt euch einladen sollen. Bitte gebt in der Mail folgende Informationen an:

  • Klarname
  • E-Mail-Adresse
  • Die Social-Media-Kanäle, auf denen ihr aktiv seid und die entsprechenden Usernamen

Am liebsten würden wir alle Bewerbungen berücksichtigen, leider ist die Teilnahme an unserem Community-Abend jedoch begrenzt. Vor dem Event  erhaltet ihr von uns eine Antwort, ob ihr dabei sein könnt, sowie ein detailliertes Programm des Abends.